Chorfenster
"Maria mit dem Jesuskind"
Chorfenster der St. Marien am Behnitz, Bleiverglasung und Glasmalerei Maria mit dem Jesuskind
Chorfenster "Pieta"
Chorfenster der St. Marien am Behnitz, Bleiverglasung und Glasmalerei Pieta
Kirchenfenster mit Symbol "Stern"
Kirchenfenster der St. Marien am Behnitz, Bleiverglasung und Glasmalerei individuell gefertigt Motiv Stern
Kirchenfenster mit Symbol "Ähren"
Kirchenfenster der St. Marien am Behnitz, Bleiverglasung und Glasmalerei individuell gefertigt Motiv Ähren
Kirchenfenster mit Symbol "Lilien"
Kirchenfenster der St. Marien am Behnitz, Bleiverglasung und Glasmalerei individuell gefertigt Motiv Lilien
Kirchenfenster mit Symbol "Kreuz"
Kirchenfenster der St. Marien am Behnitz, Bleiverglasung und Glasmalerei individuell gefertigt Motiv Kreuz
Kirchenfenster mit Symbol "Herz"
Kirchenfenster der St. Marien am Behnitz, Bleiverglasung und Glasmalerei individuell gefertigt Motiv Herz
Kirchenfenster mit Symbol "Rose"
Kirchenfenster der St. Marien am Behnitz, Bleiverglasung und Glasmalerei individuell gefertigt Motiv Rose

St. Marien am Behnitz, Berlin-Spandau, Neugestaltung der Fenster

by Berlin-Glas

Entwurf und Ausführung der Kirchenfenster für die ehemals katholische Kirche St. Marien am Behnitz, heute im Privatbesitz.

Erfahren Sie mehr unter St. Marien am Behnitz

2002 erhielten wir vom Eigentümer der Kirche den Auftrag für den Entwurf und die Ausführung der neuen Fenster in St. Marien am Behnitz. In Zusammenarbeit mit dem Eigentümer, der Unteren Denkmalschutzbehörde Spandau sowie der Kunstbeauftragten der katholischen Kirche Berlin beschloss man folgende Gestaltung: Für alle Fenster werden neue Entwürfe erstellt, die sich an die Entstehungszeit der Kirche Mitte des 19. Jahrhunderts orientieren und historisierend ausgeführt sind.

Als Motive wurden in Anlehnung an die Namenspatronin der Kirche klassische Mariensymbole gewählt.

Jedes Fenster wurde in Rechteckaufteilung gestaltet und farblich in Pastelltönen gehalten. Die Farben sind weiß, rose, hellgelb, hellgrün und hellblau. Die unteren großen Fenster im Hauptschiff werden zusätzlich durch einen 4-fachen Fries eingerahmt, der in leuchtendem Goldgelb, Königsblau, Blattgrün und Rostrot gehalten wird. Im Fries eingearbeitet finden sich historisierte Blatt- und Blütenornamente. Als Blüten werden handgeschleuderte echte Butzen in Rostrot verwendet, welche an Rosen, das Sinnbild Mariens, erinnern.

An zentraler Stelle der Fenster wird jeweils ein Medaillon eingearbeitet, das ein christliches Symbol, ebenfalls überwiegend Mariensymbole, trägt.

Die Chorfenster wurden besonders aufwendig gestaltet, rechts mit dem Motiv "Maria mit dem Jesuskind", links mit der "Pieta".

In den großen Fenstern des Kirchenschiffes wurden die Themen der Chorfenster fortgesetzt

  • zur rechten Seite die Themen: "Geburt, Anfang",
  • zur linken Seite die Themen: "Aufopferung, Tod"

Folgende Motive wurden verwendet:

  • rechts (Anfang, Geburt) Stern, Ähren, Lilien
  • links (Aufopferung, Tod) Kreuz, Herz, Rose

Die Fensterrose über dem Altar schließlich wurde mit dem Symbol "Kelch und Hostie" gestaltet.

Herstellung

Das Herstellen von Bleiverglasungen und Glasmalereien ist eine uralte Kunstform und geht in ihren Anfängen bis ins frühe Mittelalter (9.Jhrdt.) zurück. Gefärbtes und bemaltes Glas wurde mit Bleiprofilen zu einem Bild zusammengefügt.

Mögen auch die Hilfsmittel zum Glasschneiden, Farbe einbrennen, Löten usw. moderner geworden sein, in ihrer Grundform hat sich die Herstellungsweise bis heute nicht verändert.

  1. Zunächst wurde nach den Entwürfen ein 1:1 Aufriss gezeichnet.
  2. Nach diesem Aufriss wurde das Glas zugeschnitten.
  3. In den Medaillons und im Fries wurde zusätzlich Glasmalerei auf die zugeschnittenen Gläser aufgetragen und im Glasbrennofen bei 620° eingebrannt. Der Auftrag geschah zum einen durch traditionelle Pinseltechniken, zum anderen durch Siebdruck (bei den Blättern im Fries).
  4. Die einzelnen Glasteile wurden dann durch Bleiprofile miteinander verbunden, die Anschlussstellen mit Lötzinn verlötet und damit dauerhaft verbunden.
  5. Von der Rückseite wurden die Bleiverglasungen mit Verstreichkitt verkittet und so abgedichtet.
  6. Zur Stabilisierung wurden Stahlprofile senkrecht auf die Bleiverglasungen gelötet (sog. Windeisen).
  7. Die Metallrahmen zur Aufnahme der Bleiverglasungen wurden zuvor gesandstrahlt und feuerverzinkt.
  8. Der Einbau erfolgte mit Glashalteleisten und Messingschrauben.

Die so entstandenen Fenster erfüllen den Kirchenraum mit strahlend farbigem Licht und bringen allen Kirchenbesuchern sicherlich viel Freude.

Die Kirche St. Marien am Behnitz wird heute weiterhin als katholisches Gotteshaus genutzt, es finden Gottesdienste, Hochzeiten und Taufen statt. Darüber hinaus hat sich St. Marien als Veranstaltungsort für Jazz,-Boogie,-Rock,-Pop,-und Chor-Konzerte und vor allem mit der neuen Schuke-Orgel für Orgelkonzerte etabliert.

Haben Sie eine allgemeine Frage zu diesem Produkt, zum Service oder zur Konfiguration? Gerne!



schließen

Please Wait